Holzbau mit Höhenrekord

Während drei Gebäude noch im Bau sind, wird in Rotkreuz bereits die nächste Etappe angestossen. Mit dem zehngeschossigen Holz-Hybridbau Suurstoffi 22 entstehen zusätzliche Büroflächen – und der höchste Holzbau des Landes.


«Der Standort Suurstoffi hat sich etabliert», konstatiert Kim Riese, Leiter Entwicklung & Bauprojekte bei Zug Estates. Neben der idealen Verkehrslage, der guten Erschliessung und der hohen Aussenraumqualität des Areals in Rotkreuz sei auch der gute Zugang zum Talentpool wichtig. Aufgrund der guten Nachfrage nach Büroflächen auf dem Areal geht Zug Estates nun den nächsten Entwicklungsschritt an: Mit der Suurstoffi 22 wird die Adressbildung entlang der Bahnlinie abgerundet.

Die bestehenden Gebäude entlang der Gleisachse werden vornehmlich als Büroflächen genutzt. Der Neubau reiht sich in diese Abfolge ein. Gleichzeitig wird er zum neuen Arealzugang für den motorisierten Individualverkehr. Die bisherige Erschliessung im Westen entfällt, was die Wohngebäude in den hinteren Arealgebieten weiter vom Verkehr entlasten wird. Damit verändert die Suurstoffi ein weiteres Mal ihr Gesicht und entwickelt sich als Quartier weiter. «Diese Lebendigkeit ist erwünscht, wir fördern sie seit Beginn der Arealentwicklung mit der bewussten Durchmischung von Nutzungen und architektonsichen Sprachen», erläutert Kim Riese.

Starker Auftritt

Der neue Kopfbau besitzt eine hohe Visibilität und wird dem Areal ein neues Gesicht geben. Dies erfordert eine sorgfältige und umsichtige Gestaltung. Zu diesem Zweck hat Zug Estates bereits während der Projektphase eine umfangreiche Planung angestossen. Bis zu drei Mieter können beim neuen Gebäude auf individuelle Eingänge und optische Auftritte an der Fassade zählen. Die Baubewilligung wurde im Juli 2016 erteilt. Die Verhandlungen mit einem Ankermieter sind weit fortgeschritten, sodass Zug Estates davon ausgeht, das Projekt noch in diesem Jahr auszulösen.

Die Suurstoffi 22 wird mit ihren zehn Geschossen das erste Holz-Beton-Hybridhochhaus der Schweiz sein. Neben diesem Pioniercharakter ist die ökologische Gebäudetechnik hervorzuheben. Photovoltaikanlagen auf dem Dach und ein Anschluss an das arealeigene Anergienetz tragen zur Stromund Wärmeversorgung bei. Die notwendige Technik für Heizung, Lüftung und Kühlung wird noch im Werk in die Holz- Beton-Verbunddecken eingebaut. Diese Vormontage erlaubt eine Verkürzung der Bauzeit um vier bis sechs Monate.

Effiziente Bauprozesse

Mit dem Holzbau hat Zug Estates bei verschiedenen Bauprojekten gute Erfahrungen gemacht. 2010 wurde mit dem Hotel City Garden in Zug das erste viergeschossige Holzhotel der Schweiz eröffnet. Und auf dem nördlichen Arealteil der Suurstoffi entstanden von 2013 bis 2014 neun Gebäude mit insgesamt 156 Wohneinheiten im Holzelementsowie Holz-Hybridbau.

«Eine unserer Auflagen für die Suurstoffi 22 war, dass die Planer mit Building Information Modeling (BIM) arbeiten», sagt Kim Riese. Im Holzbau sind solche digitalen Planungs- und Prozessketten seit mehr als 20 Jahren üblich. Dies begünstigt die bekannt kurzen Bauzeiten und die hohe Termintreue des Holzbaus. Beide Argumente spielen auf dem Areal Suurstoffi eine Rolle, denn es wird bereits heute tagtäglich von rund 1 500 Personen bevölkert.

Eckdaten

Adresse Suurstoffi 22, Rotkreuz
Geschossfläche 12 000 m2 Büro- und Gewerbeflächen
Architektur Burkard Meyer Architekten BSA, Baden
Landschaftsarchitektur Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich
Investitionsvolumen ca. CHF 55 Mio.
Bauweise Holz-Beton-Hybrid-Bauweise
Realisierung Sommer 2016 bis 2018

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